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Content Distribution – Inhalte im Netz richtig streuen

Ein guter Plan für die Streuung und Verteilung Ihrer Inhalte war noch nie so wichtig, wie heute. Dabei handelt es sich um ein Konzept, dass Sie bei der Organisation Ihrer Inhalte unterstützt und diese sinnvoll im Netz bewirbt. Inhalte über Ihre Webseite oder Social Media Kanäle zu veröffentlichen, kann immer nur eine begrenzte Reichweite erzielen. Mit Content Distribution stellen Sie sicher, dass Ihr Content von den richtigen Leuten gelesen wird.

Die Aufgaben für Content Marketing werden im Onlinehandel jedes Jahr größer. Dabei kann kein Inhalt seine Aufgabe erfüllen, wenn die Leser nicht wissen, dass er existiert. Content Distribution ist deshalb ein integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Content Strategie.

Content Distribution oder Content Streuung ist deshalb derzeit so wichtig, weil die Menge an Inhalten im Netz in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Über Google fallen pro Minute mehr als 3 Millionen Suchanfragen an. Bei Instagram gehen in diesem Zeitraum fast 50.000 neuen Beiträge online und auch andere soziale Netzwerke werden ähnlich stark frequentiert. 60% aller Marketing-Mitarbeiter produzieren mindestens einen Inhalt pro Tag. Wie wollen Sie da als Marke sicherstellen, dass Sie von Ihren Kunden wahrgenommen werden? Sie können heutzutage Content nicht einfach nur produzieren und dann tatenlos zusehen. Wir erklären Ihnen in diesem Beitrag, was sich hinter dem Buzzword Content Distribution verbirgt und wir Sie damit zu mehr Erfolg gelangen.

Was ist Content Distribution?

Content Distribution bedeutet auf Deutsch so viel wie: „Verteilung oder Streuung von Inhalten“. Es handelt sich dabei um einen relevanten Teil des Lebenszyklus von Inhalten. Sie sorgen in dem Fall aktiv dafür, dass Ihr Content über verschiedene Verteilungswege Konsumenten erreichen. Das steigert nicht nur die Reichweite, sondern unterstützt Sie auch aktiv beim Erreichen verschiedener Marketingziele, wie dem Branding oder der Kundenbindung.

Auch wenn Content Distribution erst dann ansteht, wenn die Inhalte bereits erstellt sind, sollten Sie sich zuerst hiermit beschäftigen. Noch bevor Sie einen Blogbeitrag verfassen oder eine Infografik erstellen, sollten Sie sicher wissen, wo Sie diese veröffentlichen und bewerben. Andernfalls kann es passieren, dass Sie wertvolle Ressourcen vergeuden.

Warum ist Content Distribution wichtig?

Jeden Tag gehen beinahe 5 Millionen neuer Blogposts online. Warum sollte also genau Ihr Beitrag gelesen werden? Natürlich können Sie verschiedene Maßnahmen einsetzen, um die Lesbarkeit Ihrer Inhalte zu erhöhen. Sie können den Text ansprechend formatieren und mit passenden Bildinhalten aufbereiten. Aber auch diese Handlungen können nur dann einen Effekt haben, wenn User Ihren Content auch finden. Hier kommt Content Distribution ins Spiel.

Content Arten für die Streuung

Heutzutage ist Content längst nicht mehr nur Text. Stattdessen gibt es etliche Inhaltsformen, mit denen Unternehmen Erfolg haben können. Sie alle haben Vor- und Nachteile für Ihr Geschäft und können Ihre Marketing-Strategie sinnvoll unterstützen. Gleichermaßen kann auch nicht jeder Content auf die gleiche Weise im Netz gestreut werden.

E-Books

E-Books sind in der digitalen Welt keine Seltenheit mehr. Sie finden sich im B2B gleichermaßen wie im B2C. Manche E-Books sind kostenpflichtig, andere werden zur Lead-Generierung genutzt. Aber wie können Sie sicherstellen, dass Ihr E-Book auch genügend Aufmerksamkeit erhält? Für E-Book Distribution empfiehlt sich die Nutzung einer dedizierten Landing Page. Sie sollten diese Seite für Interessenten aufarbeiten, interessante Infos über das Buch ergänzen und vielleicht sogar einen Blick ins Buch gewähren. Auf dieser Seite sollte der Interessent die Möglichkeit haben, mittels Zahlung oder Eingabe seiner Informationen Zugang zum E-Book zu erhalten.

Podcasts und Interviews

Podcasts sind derzeit auf Erfolgstour und 30% aller unter 50-Jährigen haben angegeben, regelmäßig einzuschalten. Dieser Audio-Content ist im Normalfall über verschiedene Plattformen verfügbar. Hierzu zählen zum Beispiel Apple Podcasts oder Spotify. Auch Soundcloud oder Google Podcasts sind als gängige Plattformen zu nennen.

Videos

Videoinhalte landen heutzutage meist auf YouTube. Marken erstellen dafür eigene YouTube-Kanäle und können das Video im Anschluss so bearbeiten, dass es möglichst viele Klicks erhält. Kurze Videosequenzen werden auch häufig über Instagram Stories oder TikTok verbreitet.

Infografiken

Infografiken finden sich zuhauf im Social Web und besonders Pinterest ist hier als Plattform hervorzuheben. Auch der eigene Blog ist immer eine gute Möglichkeit, um Infografiken zu veröffentlichen. Pinterest bietet hier klar den Vorteil der Teilbarkeit und kann je nach Branche sehr lohnenswert für Unternehmen sein.

Webinare

Für Webinare empfiehlt sich ebenfalls die Nutzung einer eigenen Landingpage. Weisen Sie außerdem über Call-to-Action auf Ihrem Blog oder Social Media Kanälen auf die Verfügbarkeit des Webkurses hin. Wenn Sie verschiedene Webinare im Angebot haben, sollten Sie diese in einer Online-Bibliothek sortieren und sinnvoll für den User aufarbeiten.

Blogs

Blogtexte werden selbstverständlich über den Blog veröffentlicht. Eine weitere Möglichkeit ist es, über den wöchentlichen oder monatlichen Newsletter auf neue Beiträge hinzuweisen oder die interessantesten neuen Posts hierüber zu teilen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden den Content nicht verpassen.

Kanäle für die Content Distribution

Kanäle für die Content Distribution sind die jeweiligen Plattformen, über die Sie Ihren Content teilen und bewerben. Es wird hier zwischen verschiedenen Typen unterschieden, die wir Ihnen gern vorstellen möchten. Welche Kanäle sich primär in Ihrem Fall eignen, ist von Inhalt zu Inhalt meist verschieden.

Owned Content Distribution

Bei der Owned Content Distribution werden alle Kanäle umfasst, die bereits Ihrem Unternehmen gehören.

  • Corporate Blog
  • Newsletter
  • Unternehmensprofile in sozialen Netzwerken

Welche Vorteile hat das?

Sie halten als Besitzer dieser Kanäle verschiedene Rechte, wodurch die Verteilung von Ihnalten besonders gut kontrolliert werden kann, messbar ist und langlebig bleibt.

Welche Nachteile hat das?

Wenn Sie den Content auf den eigenen Kanälen streuen, kann das weniger glaubwürdig sein. Außerdem ist der Traffic von der Reichweite Ihrer Kanäle abhängig.

Unser Tipp:

Owned Content Distribution ist für die meisten Unternehmen zwar sinnvoll, sollte jedoch nicht übertrieben werden. Sie haben vielfältige Möglichkeiten, auf den eigenen Plattformen aktiv zu sein. Werden Sie kreativ und nutzen Sie diese sinnvoll.

Earned Content Distribution

Earned Content Distribution umfasst die Streuung Ihrer Inhalte, die Ihr Unternehmen sich sozusagen verdient hat. Hier spielen zum Beispiel Kundenbindungsmaßnahmen oder andere PR-Aktionen mit hinein oder ein organisch entstandener Bericht über Ihre Werbung oder Ihren Blogbeitrag.

Welche Vorteile hat das?
Da für diese Form der Content Streuung nicht bezahlt wurde, entsteht eine hohe Glaubwürdigkeit. Earned Content Distribution ist sehr authentisch und dabei für Sie vollkommen kostenlos.

Welche Nachteile hat das?

Da Sie die Inhalte nicht selbst streuen, haben Sie nur wenig Kontrolle über das Resultat. Es kann hier sowohl positive als auch negative Resonanz geben. Außerdem können Sie die Reichweite kaum skalieren.

Unser Tipp:

Earned Content Distribution ist für Sie zwar nicht wirklich steuerbar, lohnt sich jedoch in verschiedener Hinsicht. Meist entstehen im gleichen Zuge organische Backlinks, die Ihnen bei der Suchmaschinenoptimierung zugutekommen.

Bezahlte Content Distribution

Paid Content Distribution ist all die Streuung und Verteilung Ihrer Inhalte, für die Sie zahlen. Beispiele dafür sind Google Ads, gesponsorte Posts, aber auch Ads bei Instagram oder Facebook.

Welche Vorteile hat das?

Sie können hier bestimmte Zielgruppen ansprechen. Diese Werbeform ist sehr skalierbar und kann an die Ziele Ihres Unternehmens angepasst werden. Weiterhin beginnt die Streuung und damit der Effekt sofort.

Welche Nachteile hat das?

Sie sind stark vom eigenen Budget abhängig. Ihre Inhalte erzielen keine organische Reichweite, wodurch der Effekt nicht nachteilig ist. Außerdem baut Paid Content Distribution gerade im Vergleich zur Earned Content Distribution deutlich weniger Vertrauen auf und ist nicht authentisch.

Trotz der Nachteile, sollten Sie die bezahlte Content Distribution nicht gleich aus Ihrem Repertoire streichen. Es handelt sich um eine meist sinnvolle Möglichkeit, bestimmte Inhalte zusätzlich zu pushen. Das betrifft gerade kleinere Betriebe ohne große Markenbekanntheit. Dieser einmalige Push unterstützt Sie beim Aufbau von Reichweite und kann Ihnen mehr Traffic bescheren. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich zuvor mit der jeweiligen Plattform vertraut zu machen und einen genauen Budget-Plan aufzustellen, damit Sie am Ende auch die richtigen Menschen damit erreichen.

Shared Content Distribution

Shared Content Distribution ist die Streuung Ihrer Inhalte durch User im Social Web. Wenn ein Nutzer Ihre Infografik oder Ihren Blogbeitrag bei YouTube, Facebook oder sogar in einem Forum verlinkt, wird von Shared Content Distribution gesprochen.

Welche Vorteile hat das?

Shared Content Distribution ist sehr glaubhaft, da hier die User selbst aktiv werden. Außerdem zahlen Sie nicht für die Reichweite.

Welche Nachteile hat das?

Auch hier haben Sie kaum Kontrolle über das Ergebnis und die Reaktionen können auch mal negativ ausfallen.

Unser Tipp:

Wollen Sie es Ihren Lesern erleichtern, Inhalte zu streuen, sollten Sie Social Media Plugins verwenden. So kann der Blogpost mit nur einem Klick gezielt gestreut werden und das Teilen ist für den User ohne Umstände möglich.

Content Distribution Strategie entwickeln

Mehr als 2/3 aller Unternehmen haben keine durchdachte Content Strategie. Noch viel weniger haben sich aktiv mit dem Thema Content Distribution auseinandergesetzt. Im Idealfall verbringen Sie etwa genauso viel Zeit mit der Streuung Ihrer Inhalte, wie Sie mit der Produktion beschäftigt sind. Wenn das aktuell noch nicht der Fall ist, sollten Sie sich dringend eine entsprechende Strategie zulegen.

Gründe für eine Content Distribution Strategie

  • Lebensdauer – Wenn Sie Ihren Content veröffentlichen, ist dieser im Normalfall nur für einen begrenzten Zeitraum relevant. Durch gezielte Streuung können Sie die Lebensdauer Ihrer Inhalte massiv steigern und so einen größeren Nutzen daraus ziehen.
  • Teamwork – Höchstwahrscheinlich arbeiten unter Ihren Mitarbeitern verschiedene Teams in einer Form am Content. Sie kennen sicher das Sprichwort: Zu viele Köche verderben den Brei. Mit einer sinnvollen Strategie stellen Sie sicher, dass jeder seine Aufgabe kennt und eine optimale Zusammenarbeit garantiert ist.
  • Erfolgsmessung – Setzen Sie sich klare Ziele. Das bedeutet auch, dass diese messbar sein sollten. Content Distribution kann schnell ein undurchsichtiges Thema werden. Es geht nicht nur darum, Inhalte einfach nur zu streuen. Nehmen Sie das Thema Erfolgsmessung daher von Anfang an ernst.

So entwickeln Sie eine Content Distribution Strategie in 10 Schritten:

Schritt 1: Zielgruppe recherchieren

Bei der Content Distribution dreht sich alles nur um im eins: Sie müssen Ihren Content an Ihre Zielgruppe ausliefern. Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass Sie die Inhalte nicht einfach nur an irgendjemanden adressieren. Es gilt, die eigene Zielgruppe zu identifizieren und sich an diese zu richten. Das kann nur dann funktionieren, wenn Sie genau wissen, wer Ihre Zielgruppe ist und wo deren Interessen liegen. Bevor Sie also weiter an Ihrer Strategie feilen, sollten Sie mit der Zielgruppenrecherche beginnen.

Werten Sie zunächst einmal alle wichtigen demografischen Daten Ihrer Kunden, Webseitenbesucher und Social Media Follower aus. Welches Geschlecht haben Ihre Interessenten typischerweise, welches Alter, welchen Bildungsstand und welches Einkommen? Google Analytics oder Tools auf Ihren Social Media Profilen können Sie hier bei der Auswertung unterstützen.

Es ist auch immer eine gute Idee, die eigene Zielgruppe direkt in die Recherche mit einzubeziehen. Starten Sie eine Umfrage und finden Sie dabei heraus, wie viele Ihrer Kunden Ihr Content schon erreicht und wie hoch die Zufriedenheit ist. Das kann Ihnen später dabei helfen, Ihre Strategie zu optimieren.

Ziel Ihrer Zielgruppenrecherche ist es, sogenannte Personas zu produzieren. Personas sind sozusagen Modelle Ihrer Zielgruppe, in denen sich die wichtigsten Eigenschaften wiederspiegeln. Das kann Sie dabei unterstützen, passenden Content zu kreieren, da Sie dabei nicht mehr nur eine graue Masse an Usern ansprechen, sondern eine scheinbar reelle Person.

Schritt 2: Content analysieren

Wenn Sie bereits über eine eigene Webpräsenz verfügen, haben Sie höchstwahrscheinlich auch schon Content produziert und veröffentlicht. Dazu zählen Blogbeiträge, Social Media Posts und vieles mehr. Auch wenn es nicht zur Content Distribution Strategie gehört, hier große Aufräumaktionen zu starten, hilft Ihnen ein Blick auf Bestehendes doch dabei, die eigenen Qualitäten und auch Defizite realistisch einzuschätzen. Sie können sehen, über welche Themen Sie bereits geschrieben haben und was möglicherweise noch weiter ausgebaut werden kann.

Vollständige Content-Analyse:

Legen Sie eine Content-Liste an.

Damit Sie einen bestmöglichen Überblick über Ihren Content erhalten, empfiehlt sich eine Liste. Diese können Sie je nach Umfang entweder händisch oder mit einem Tool anlegen. Einige Plugins oder andere Tools crawlen Ihre Webseite und dokumentieren dabei veröffentlichte Inhalte nach URL.

Werten Sie Ihren Content aus.

Interessant ist für Sie der Blick auf die Länge Ihres Contents, die Social Shares und die Backlinks. Außerdem ist die Zugriffsrate ein spannender Messwert für den Erfolg des jeweiligen Inhalts. Solcher Content, der kaum Reichweite erzielt hat, bringt Ihnen höchstwahrscheinlich kaum Mehrwert. Entfernen Sie den Text, überarbeiten Sie ihn oder schreiben Sie ihn neu.

Identifizieren Sie Lücken.

Haben Sie die genutzten Themen bereits vollständig ausgereizt? In vielen Fällen reißen Sie in Beiträgen bereits andere Themen an, nutzen diese dann aber nie in einem eigens dedizierten Beitrag. Nicht nur inhaltlich ist es sinnvoll, solche Lücken aufzudecken. Hier verbergen sich außerdem sinnvolle Keywords und Keyword Phrasen, die Sie auf Ihrer Webseite einbauen sollten, um damit der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

Schritt 3: Kommunikationskanäle wählen

Wenn es um das Thema Content Distribution geht, sind die Kommunikationskanäle am Ende ebenso wichtig, wie der Content selbst. Nachdem Sie sich nun mit Ihrer Zielgruppe befasst und einen Überblick über vergangene Inhalte verschafft haben, wird es Zeit, die Kommunikationskanäle zu wählen.

Wo hält sich Ihre Zielgruppe im Netz auf? Nur die wenigsten User lesen regelmäßig Blogs, wenn das Thema für Sie keinen besonderen Reiz darstellt. Im Gegensatz dazu werden Social Media Kanäle jedoch mit sehr hoher Frequenz besucht. Andere Zielgruppen tummeln sich viel in Foren oder greifen viel auf Newsletter Marketing zurück. Hier kommt Ihre vorangegangene Analyse also erstmals wirklich ins Spiel. Es ist wichtig, dass Sie sich für die Kommunikationskanäle entscheiden, die für Ihre Zielgruppe relevant sind. Das können Sie zum Beispiel anhand des Nutzerverhaltens oder der angegebenen Präferenzen Ihrer User ermitteln.

Bei diesem Schritt können Sie sich auch mit Ihren Owned Distribution Kanälen auseinandersetzen. Dabei handelt es sich um Ihren Blog, den eigenen Newsletter und nicht zuletzt die genutzten Social Media Profile. Dabei handelt es sich um vergleichsweise kostengünstige Kommunikations-Möglichkeiten. Selbst wenn es sich dabei nicht um die präferierten Kanäle Ihrer Zielgruppe handelt, können Sie hierüber meist dennoch einen Nutzen ziehen. Nutzen Sie immer alle Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen.

Schritt 4: Content-Varianten auswählen

Haben Sie sich auf verschiedene Kommunikationskanäle geeinigt, kommt als nächstes der Content selbst ins Spiel. Überlegen Sie hier zuerst, welche Inhalte Sie gern produzieren und wofür Sie die nötigen Ressourcen haben.

Viele Unternehmen entscheiden sich dafür, den eigenen Content primär über den Corporate Blog zu veröffentlichen und dann im Anschluss zu streuen. Blogposts legen dafür eine tolle Basis, da Sie sich gut teilen lassen und außerdem viele Formatierungsmöglichkeiten liefern. Außerdem werfen im Schnitt 50% aller Interessenten einen Blick auf den Blog, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird.

Wir empfehlen daher immer den Aufbau eines eigenen Blogs auf der Webseite. Werfen Sie einen Blick auf die verschiedenen Content-Typen, die wir Ihnen zu Beginn dieses Beitrags vorgestellt haben.

Schritt 5: Messwerte festlegen

Klare Ziele helfen uns dabei, erfolgreich zu sein. Aber nur mit den richtigen Messwerten können Sie sehen, wohin Sie sich entwickeln und ob Sie auf einem guten Weg sind. Zu Ihrem Content Distribution Plan sollte deshalb nicht nur die Zielsetzung gehören, sondern auch das Festlegen von Messwerten beziehungsweise KPIs.

Folgende Werte können Sie messen:

Reichweite und Traffic – Messen Sie hierfür die einzigartigen Webseitenbesucher.

Engagement – Messen Sie hierfür die Absprungrate und die durchschnittliche Aufenthaltszeit pro Seite.

Content – Messen Sie hierfür die Klicks Ihrer Blogbeiträge.

Conversions – Messen Sie hierfür die Conversionrate, aber auch Click-Throughs und entstandene Backlinks.

Emotion – Messen Sie hierfür Kommentare und Shares über Social Media.

Welche Messwerte in Ihrem Fall eine Rolle hängen, hängt natürlich stark davon ab, welchen Content Sie gewählt haben und welche Kanäle Sie für die Content Distribution nehmen. Ein E-Mail-Newsletter wird anderes gemessen und bewertet als ein Instagram-Profil. Wählen Sie daher immer die KPIs, die für Sie relevant sind. Es kann zu Beginn einige Zeit dauern, bis Sie sich auf einige Werte festgelegt haben und irrelevante Zahlen eliminiert haben. Sie werden im Anschluss jedoch in der Lage sein, den eigenen Erfolgsweg zu messen und die Entwicklung Ihres Unternehmens in die richtige Richtung zu pushen.

Bei Ihren Zielen empfehlen wir Ihnen die berühmten SMART-Goals, die viele aus dem Marketing 1×1 kennen. Dabei sollten Ihre Ziele folgende Eigenschaften aufweisen:

Specific: Wählen Sie ein spezifisches Ziel. Ein Beispiel dafür kann sein, dass Sie die Anzahl Ihrer Backlinks steigern möchten.

Measurable: Wählen Sie ein messbares Ziel. Ein Beispiel dafür kann sein, dass Sie 50 neue Backlinks für Ihren Blog erzeugen möchten.

Attainable: Wählen Sie ein erreichbares Ziel. Wenn Sie bereits 20 neue Backlinks jeden Monat ohne zusätzlichen Aufwand erzeugen, ist eine Steigerung auf 50 im Bereich des Möglichen.

Relevant: Wählen Sie ein relevantes Ziel. Ihr Ziel sollte mit den globalen Zielen Ihres Unternehmens einhergehen und für Ihren Erfolg eine Rolle spielen.

Time-Bound: Wählen Sie ein zeitgebundenes Ziel. Ihr Ziel sollte immer für einen klar definierten Zeitraum gelten, wie eine Woche, einen Monat oder ein Jahr.

Schritt 6: Content-Plan

Content Marketing und Distribution sind sehr zeitintensiv. Nur wer ausreichend Ressourcen investiert, kann hier am Ende den gewünschten Erfolg ernten. Bei der Planung kann Ihnen ein Content-Kalender sehr nützlich werden. Sie müssen hier kein großes gestalterisches Talent an den Tag legen. Erstellen Sie zum Beispiel eine Tabelle mit Excel oder nutzen Sie ein anderes Tool.

Dieser Plan wird Ihnen und Ihrem Team dabei helfen, an einem Strang zu ziehen und einem gemeinsamen Ziel zu folgen. Ihre Autoren können hier ablesen, wann Beiträge fertiggestellt werden müssen und auch Ihre Lektoren haben einen klaren Arbeitszeitraum. In dem Kalender sollten Sie das gewünschte Veröffentlichungsdatum, den Titel, den Zweck des Beitrags, wichtige Keywords  festhalten. Führen Sie Ihre Kommunikationskanäle auf und geben Sie hier an, ob und wann der Content auf diesem Wege geteilt werden soll. Sie können hier auch bereits festlegen, ob Sie den Inhalt später recyceln und beispielsweise einen Text als Infografik aufarbeiten möchten. So steht von Anfang an ein klarer Plan und Sie schützen sich vor Unklarheiten.

Schritt 7: Content produzieren

Nachdem Sie so viel Vorbereitungsarbeit geleistet haben, ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem Content produziert werden kann. Nicht in jedem Betrieb sieht die Content Produktion gleich aus. Je nach Größe Ihres Teams sind verschieden viele Personen an diesem Prozess beteiligt. Wichtig ist auch hier, dass Sie immer die Zielgruppe vor Augen haben. Sie schreiben Inhalte nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung, oder um damit eine gewisse Reichweite zu erzielen. All diese Ziele werden nicht fruchten, wenn der Inhalt keinen echten Mehrwert bietet. Stellen Sie sich daher die Frage, was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert, wo sie Probleme hat und wie Sie dabei helfen können. So stellen Sie sicher, dass Ihr Content relevant ist und die Zeiten überdauert.

Schritt 8: Content Distribution

Sie haben Content erstellt. Nun ist es an der Zeit, diesen mit der Welt zu teilen. Da Sie bereits einen Content Plan erstellt haben und sich für Kommunikationskanäle entschieden haben, geht die Content Distribution meist wie von selbst. Halten Sie sich an den eigenen Plan und geben Sie sich bei jedem Kanal Mühe. Auf diese Weise und mit etwas Kreativität können Sie so aus der Streuung Ihrer Inhalte das meiste herausholen.

Je nachdem, wie detailliert der Content Kalender ist, den Sie erstellt haben, sollten Sie sich vor Veröffentlichung noch einmal mit den individuellen Eigenarten verschiedener Kanäle befassen. Einige Soziale Netzwerke sind zu bestimmten Uhrzeiten besonders gut besucht, während Beiträge zu anderen Zeitpunkten kaum Reichweite erzielen. Indem Sie analysieren, wann die Veröffentlichung auf den einzelnen Plattformen besonders gut funktioniert, können Sie langfristig von diesen Erkenntnissen profitieren.

Schritt 9: Erfolgsmessung

Um zu messen, wie erfolgreich Ihre Content Distribution war, kommen wieder Ihre KPIs ins Spiel. Sie haben SMARTe Ziele ausgewählt und dafür nötige Messwerte niedergeschrieben. Im Anschluss an die Content Distribution gilt es nun also, den Erfolg der Maßnahme herauszufinden. Schauen Sie über Google Analytics und andere Tools an, wie die Performance Ihrer Beiträge ausgesehen hat, abhängig davon wie und wann Sie diese über Social Media geteilt haben. Sie sollten eine Gewohnheit aus dieser Auswertung machen, sodass Sie regelmäßig neue Erkenntnisse gewinnen können. Wir empfehlen eine solche Messung mindestens monatlich, bei Bedarf jedoch auch öfter. Nur so sehen Sie, wie sich einzelne Zahlen über einen bestimmten Zeitraum hinweg verändern können und können auf solche Marktentwicklungen geschickt reagieren.

Schritt 10: Optimierungsprozess

Der Optimierungsprozess basiert auf Ihrer Erfolgsmessung. Haben Sie nicht die Zahlen erreicht, die Sie sich gewünscht haben? Das ist noch kein Weltuntergang. Marketing bedeutet vor allem, dass Sie immer wieder aus Ihren gewonnenen Erfahrungen lernen können und sich verbessern. Verlieren Sie also nicht das Vertrauen in Ihre Inhalte, sondern machen Sie sich auf die Suche nach ungenutztem Potential, um sich weiter zu verbessern.

Diese Ziele erreichen Sie mit Content Distribution

  • Webseitenzugriffe
  • Conversions
  • Installationen
  • Video Views
  • Reichweite
  • Engagement
  • Brand Awareness
  • Follower
  • Leads
  • Traffic
  • Verkäufe
  • U.v.m.

Content Distribution für Ihren Erfolg

Tolle Inhalte sind verschwendet, wenn keiner Sie konsumiert. Deshalb ist Content Distribution ein wichtiger Bestandteil des Content Marketings. Hiermit können Sie gezielt die Wahrnehmung Ihrer Marke pushen, neue Kunden gewinnen und das Engagement der Leser steigern. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag erste Anregungen für eine eigene Content Distribution Strategie geben konnten.

Bei Fragen oder Unklarheiten erreichen Sie uns selbstverständlich über unsere Kontaktmöglichkeiten. Gern unterstützen wir Sie beim holistischen Content Marketing.

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