Gründe für Warenkorbabbruch

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Das sind die Hauptgründe für Warenkorbabbrüche

Warenkorbabbruch – Da ist der Frust für jeden Händler groß. War ein Kunde bereits so kurz vor Kaufabschluss und entscheidet sich dann doch dagegen, kann das verschiedene Gründe haben. Einige von diesen sind situationsabhängig und können vom Onlinehändler nicht beeinflusst werden. Der User wurde womöglich gestört, abgelenkt, hat plötzlich keine Zeit mehr oder doch keine Lust auf einen Einkauf. Ein Warenkorbabbruch kann aber auch mit der Webseite und dem Angebot des Händlers zusammenhängen. Gerade wenn sich solche Abbrüche häufen, sollten Sie Ihren Checkout-Prozess einmal genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, warum dieser auf Ihre Kunden so abschreckend wirkt. Oft spielt die Usability eine große Rolle. Ein minderwertig designter Check-Out Prozess, der nicht transparent oder selbsterklärend ist, kann Kunden von der Seite vertreiben.

Grundlegende Optimierungsmaßnahmen

Verschiedene Gründe können bei Ihnen gehäufte Warenkorbabbrüche herbeiführen. Es kann zum Beispiel an der Technik, am Design oder den für den Kunden bereitgestellten Informationen liegen. In vielen Fällen ist sogar eine Kombination aus Gründen dafür verantwortlich, dass sich der Kunde Momente vor dem Kauf eines Produktes nun doch dagegen entschließt und den Onlineshop verlässt. Wir möchten Ihnen im Folgenden ein paar der häufigsten Gründe dafür nennen, dass ein User seinen Einkauf nicht abschließt. Im Idealfall können Sie damit eigene Probleme auf Ihrer Webseite identifizieren und schließlich berichtigen.

Webseiten-Stabilität

Die Ladezeiten einer Webseite sind entscheidend für ihren Erfolg. Das gilt nicht nur für die Mobiloptimierung, sondern hat auch Einflüsse auf Ihre Desktop-Kunden, die von Zuhause auf Ihren Onlineshop zugreifen möchten. Dauert es zu lang, bis die Checkout-Seite geladen ist oder die Webseite hängt sich auf, wird das die Verkäufe negativ beeinflussen. Sie können Ihre eigenen Ladezeiten über verschiedene Endgeräte überprüfen oder mit dem Google Pagespeed Test arbeiten. Aber selbst für den Fall, dass es auf bestimmten Geräten einmal zu Problemen kommt, können Sie vorsorgen.

Gibt es beim Checkout-Prozess Probleme werden viele Kunden beim Aktualisieren der Seite wieder zum ersten Schritt des Checkouts geführt, selbst wenn Sie beispielsweise Ihre Versand- und Rechnungsadresse längst eingetragen haben. Es ist wichtig, dass der Zurück-Button auf Ihrer Webseite funktioniert und kein erneutes Ausfüllen von Formularen von Nöten ist. Jede Maßnahme, die dafür sorgt, dass Ihre Kunden so wenig Zeit wie möglich brauchen, um einen Artikel zu kaufen, hilft Ihnen dabei, Ihre Conversions zu steigern und die Abbruchrate gering zu halten.

Zahlungsoptionen anzeigen

Viele Warenkörbe beinhalten für den Kunden zu wenige Informationen. Eine der wichtigsten Infos, die Kunden wissen müssen, sind die möglichen Zahlungsmethoden. Am häufigsten finden sich hier Kreditkarte, Lastschrift, Rechnungskauf sowie PayPal. Die meisten Kunden haben einen oder zwei Favoriten. Auch bei einem begehrten Produkt, werden sich nur wenige Kunden für ein anderes Verfahren entscheiden. Das bewirkt auch auf dem Weg zur Kasse noch einen Warenkorbabbruch, wenn die bevorzugte Methode nicht zur Verfügung steht. Ganz nebenbei entsteht auch Frust beim Kunden. Sie verbinden diese negativen Emotionen dann untrennbar mit der Marke und ein weiterer Besuch der Webseite wird unwahrscheinlicher.

Wir empfehlen, die Zahlungsmethoden möglichst frühzeitig und gut sichtbar zu positionieren. Sie können diese zum Beispiel in den Header einbauen oder einfach als Info auf den einzelnen Seiten des Checkouts bereithalten. Zeigen Sie die Zahlungsoptionen zum Beispiel als Symbole an, ist das eine hervorragende und nutzerfreundliche Lösung, die Ihnen einige Warenkorbabbrüche ersparen kann.

Formulare

Über die Hälfte aller Warenkorbabbrecher beklagen sich über die Länge des Check-Out-Prozesses. Das betrifft häufig die Formulare. Lässt sich beispielsweise die Registrierung nicht überspringen oder im Formular wird nach scheinbar unnötigen Details gefragt, ist das frustrierend und schreckt vom Kauf ab. Der Kaufprozess sollte so gestaltet werden, dass er stromlinienförmig ist. Der Kunde sollte nach Start zügig und strukturiert durch die einzelnen Schritte geführt werden. Das Bereitstellen von ausreichend Informationen während dieser Phase wirkt sich als positiv aus. So können Sie zum Beispiel Autofill-Optionen ergänzen, wenn es um das Eintragen von Adress-Daten wie der Liefer- oder Rechnungsadresse geht. Fragen Sie nach Informationen wie der Telefonnummer des Kunden, sollten Sie in einem kleinen Feld den jeweiligen Grund ergänzen; z.B. dass die Nummer ausschließlich für eventuelle Rückfragen genutzt werden soll, um den Versandprozess so schnell und reibungslos wie möglich zu halten.

Für Neukunden sollten Sie als Alternative stets die Möglichkeit eines Gast-Zugangs oder des Logins via Social Media anbieten, um unnötige Längen im Checkout zu vermeiden. So müssen diese sich nicht zuerst registrieren und per Double-Opt-In-Verfahren Ihre E-Mail-Adresse freigeben, bevor sie etwas bestellen können. Ihre Kunden sparen damit Zeit und gelangen schneller zum gemeinsamen Ziel: Dem Kaufabschluss.

Ablenkungen und Unnötiges

Ihre Kunden befinden sich in den letzten Schritten ihres Einkaufs und erhalten von Ihnen trotzdem noch Call-to-Actions oder Hinweise auf andere Unterseiten? In manchen Fällen öffnen sich sogar Pop-Ups, die beispielsweise um eine Newsletter-Anmeldung bitten oder auf eine zukünftige Rabatt-Aktion hinweisen. In jedem Fall verzögern Sie den Kaufabschluss und sind eine zusätzliche Ablenkung.
Aber nicht nur Ablenkung kann für Warenkorbabbrüche sorgen. Ist der Ablauf vom Checkout unklar und nicht verständlich gestaltet, entscheiden sich viele Kunden gegen einen Einkauf. Dadurch ist die Navigation der Webseite ein entscheidender Faktor dafür, wie viele Verkäufe erzielt werden können. Streben Sie klare Strukturen an, die den Kunden ohne Umschweife von A nach B führen.

Wollen Sie im Check-Out-Prozess dennoch weiterführende Informationen unterbringen, auf andere Produkte oder Ihren Newsletter verweisen? Dann ist die „Danke“-Seite dafür der richtige Ort. Das Abschließen eines Kaufes erzeugt beim Kunden ein positives Gefühl. Die Arbeit ist getan und nun kann er sich auf die Lieferung seiner Waren freuen. Aus diesem Grund ist nun der bessere Zeitpunkt, um auf andere Angebote zu verweisen. Sie verzögern damit nicht länger das Ziel Ihrer Kunden. Wollen Sie dem Kunden und sich selbst die Option offen halten, doch mehr zu bestellen, sollte eine Änderung von Menge, Größe oder Farbe der Produkte auch nach Kaufabschluss noch möglich sein, ohne dass dafür storniert werden muss.

Option für Merkliste

Nicht jeder Nutzer befüllt den Warenkorb mit einer klaren Kaufabsicht. Stattdessen werden Produkte hineingelegt, um diese für später aufzubewahren oder sie sich zu merken. Wird dann der Tab versehentlich geschlossen oder die Website verlassen, gerät das eigentliche Vorhaben schnell in Vergessenheit und die improvisierte Merkliste wird als Warenkorbabbruch ausgewertet. Bieten Sie von vornherein eine Merkliste oder einen Wunschzettel als Tool auf Ihrer Webseite an, können Kunden stattdessen hier beliebte Artikel speichern. Machen Sie Ihren Kunden auch in Ihrer Merkliste den Einkauf so leicht wie möglich. Es sollte mit einem Klick möglich sein, Artikel von der Liste in den Warenkorb zu verschieben.
Der Einkauf in einem Onlineshop sollte schnell und einfach und für den Kunden transparent sein.
Ihre Checkliste um Warenkorbabbrüche zu reduzieren:

  1. Überprüfen Sie die Nutzerfreundlichkeit Ihres Warenkorbs.
  2. Ist die Webseite stabil?
  3. Wie lang sind die Ladezeiten?
  4. Kann der Kunde die Zahlungsoptionen direkt einsehen?
  5. Sind Ihre Formulare verständlich und schnell ausgefüllt?
  6. Vermeiden Sie Ablenkung sowie unnötige Informationen?
  7. Gibt es die Option einer Merkliste oder Wunschliste für Ihre Kunden?
  8. Ist der Bestellvorgang schnell und in wenigen Schritten abschließbar?

Die Optimierung Ihres Checkout-Prozesses sowie das Reduzieren von Warenkorbabbrüchen haben einen tatsächlichen Effekt auf Ihr Unternehmen. Sie können Ihre Einnahmen dadurch steigern.
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