Serial Content – Eine kurze Definition 

Jeder, der regelmäßig Content im Internet konsumiert, trifft dabei auch früher oder später auf sogenannten Serial Content. Wie anhand der Bezeichnung schon angedeutet, handelt es sich dabei um Inhalte, die praktisch eine Serie bilden. Um bei diesem Vergleich zu bleiben: Anstelle eines längeren Beitrags, ähnlich einem Film, der ein Thema allumfassend abhandelt, werden viele kürzere Folgen zu einem Thema geschaffen. Diese Methode lässt sich auf fast alle Content-Typen im Netz anwenden. Bekannt ist sie natürlich auch im Webvideo-Bereich, aber wenn Sie sich zurückentsinnen, an den letzten Textbeitrag bei dem sich „Teil 1“ oder eine andere Form der Aufzählung in der Überschrift fanden, dann wissen Sie bereits, dass auch Texte eine Serie bilden können.

So ziemlich in jeder Branche gibt es Themen, die sich einfach nicht in einem einzelnen Posting abhandeln lassen. Unabhängig davon, ob das Thema einfach zu viele unterschiedliche Aspekte aufweist oder stattdessen in seiner Gesamtheit zu komplex ist: Jeder Werbetexter weiß, dass die meisten User auch den besten Text nur ungern lesen, wenn dieser zu lang ist. Ob es an fehlender Zeit oder verkürzter Aufmerksamkeitsspanne liegt, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt. Fest steht, dass ein Text noch so gut bezüglich seiner Keywords, Überschriften und anderer formaler Einstellungen für Google optimiert sein kann, wenn niemand ihn liest, straft die Suchmaschine trotzdem rigoros ab. Die Aufteilung auf mehrere kürzere Beiträge kann sich also schon allein deshalb als sehr vorteilig erweisen. Heute wollen wir uns daher dem Thema Serial Content im Detail zuwenden, um Ihnen einen Eindruck davon zu geben, wann sich diese Art von Content bezahlt macht und wann Sie vielleicht lieber darauf verzichten sollten.

Das Konzept Serial Content

Die Idee hinter Serial Content ist schnell erklärt: Der Verantwortliche für den Blog stößt auf ein besonders ergiebiges Thema und entschließt sich daraufhin dazu, dieses nicht nur in einem einzelnen Textbeitrag zu abzuhandeln, sondern eine kleine Serie aus thematisch zueinander passenden Beitragen zu erstellen und zu publizieren. Anstatt eines Textes erstellt er also viele und baut diese sinnvoll in die bestehende Content Marketing Strategie ein. Ein User, der auf einen Beitrag aus dieser Reihe stößt, kann sich also bereits auf kommende Beiträge freuen, wenn das Thema für ihn von Interesse ist oder anhand des Redaktionsplans sogar nachvollziehen, wann mit dem nächsten Beitrag zu dem Thema zu rechnen ist. Das ist allerdings nicht der einzige Vorteil, von dem wir Ihnen berichten möchten.

Die Vorteile für Sie im Überblick

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigen Vorteile von Serial Content für Ihren Corporate Blog:

Steigerung der Produktivität

Wer selbst schon einmal einen Blog betreut hat, der weiß wie viel Arbeit in einem einzelnen Beitrag steckt. Mit dem bloßen Texten ist die Arbeit in der Regel nicht getan, wenigstens wenn man den Beitrag für Suchmaschinen optimal gestalten möchte. Zunächst muss ein Thema recherchiert werden. Das Thema muss zielgruppengerecht aufgearbeitet werden und mit Keywords versehen werden, um über die Suchmaschinen auffindbar zu sein. Während vielfach immer noch angenommen wird, Blogger und Werbetexter würden sich Inhalte einfach aus dem Hemdärmel schütteln, wird dabei aber völlig außer Acht gelassen, wie viel Konzept und vorangegangene Analyse in jedem Thema steckt. Fertigt man mehrere Beiträge zu einem fortlaufenden Thema, lässt sich der Arbeitsaufwand an einigen Stellen deutlich reduzieren, sodass die Produktivität des damit beschäftigten Redakteurs gesteigert werden kann.

Erhöhte Traffic-Zahlen

Nehmen wir einmal an, ein User stößt auf den ersten Beitrag der zu einer bestimmten Serie auf Ihrer Webseite veröffentlicht worden ist. Der Artikel wird mit großem Interesse gelesen, aber dann endet dieser, idealerweise nicht ohne Spannung für den nächsten Beitrag zu erzeugen. Aus dem Fernsehkosmos kennt man hierfür den Ausdruck Cliffhanger. Es soll ausreichend Spannung aufgebaut werden, damit der User regelmäßig zurückkehrt, um zu schauen, ob der nächste Beitrag bereits online ist. Hier muss aber auch die Frustrationstoleranz in Betracht gezogen werden. Wer zu viel Spannung aufbaut und nicht zeitnah weitere Inhalte nachliefert, läuft Gefahr, Interessierte eher abzuschrecken und von den für kurze Zeit erhöhten Traffic Zahlen nicht zu profitieren.

Gezieltere Keyword-Optimierung

Jeder kennt diese veraltete SEO Regel: Pro Beitrag nur ein oder zwei Keywords optimieren. Keyword Bashing ist natürlich nicht empfehlenswert, aber gerade bei groß angelegten Beiträgen kann der Wunsch aufkommen, mehr als nur ein paar Keywords darin zu platzieren. Da der Platz in Überschriften aber begrenzt ist, lässt sich in einem einzelnen Beitrag nicht viel machen. Bricht man das große Thema allerdings auf und erschafft stattdessen mehrere kürzere Beiträge, so lässt sich zu jedem Unternehmer eine eigene Auswahl an Keywords optimieren, was sich für Sie je nach SEO-Konzept als großer Vorteil erweisen kann.

Interne Verlinkungen

Interne Verlinkungen sind ein wichtiger Bestandteil eines ausgeklügelten SEO Konzepts. Einzelne Beiträge und Unterseiten aus einer Webseite sollten möglichst ideal miteinander verlinkt werden. Dadurch soll nicht nur dem User eine möglichst einfache und intuitive Navigation durch die Website ermöglicht werden, es wird gleichzeitig auch der Algorithmus von Google gefüttert. Wird der Inhalt auf wechselseitig verlinkte Seiten verteilt, stärken diese Seiten sich gegenseitig und geben der Webseite insgesamt mehr Struktur. Egal für welches Folgethema ein User sich als nächstes interessiert, er sollte mit nur wenigen einfachen Clicks problemlos zum Ziel gelangen.

Zusammenfassung

Serial Content hat viele Vorteile und sollte daher immer gern in Betracht gezogen werden, solange das Thema sich dafür anbietet. Genau hier liegt aber auch der Knackpunkt: Die SEO Vorteile dieser Art und Weise, Inhalte auf der Webseite einzubauen, übt auf viele Webseitenbetreiber einen großen Reiz aus, sodass der Druck auf Redakteure steigt, Serien-Inhalte zu erstellen. Gibt das Thema eine solche Aufarbeitung allerdings nicht her, ist das durchaus problematisch. Anstelle eines guten Textes, werden eine Hand voll schlechter Inhalte produziert. In dem Fall profitieren weder Sie als Webseiten Betreiber davon, noch die User, die gegebenenfalls gefallen an dem Thema gefunden hätten. Es gibt viele Themen, die sich für solche Serien eignen, jene die es nicht tun, sollten deshalb nicht extra aufgebläht werden. Damit erzielen Sie am Ende nur den gegenteiligen Effekt.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Beitrag zum Thema Serial Content einige offene Fragen bei Ihnen klären konnten. Sollten Sie selbst nach einem Konzept suchen, um Serial Content auch in ihrem Marketing Konzept zum Einsatz zu bringen oder einfach eine Frage zum Thema haben, nutzen Sie dafür einfach unsere Kontaktmöglichkeiten. Wir helfen Ihnen gern weiter.

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