Wofür nutzen User Pinterest? 

Um Pinterest wirklich sinnvoll als Unternehmen zu nutzen, muss man, wie fast immer, wenn es um Marketing geht, die Intention der User verstehen. Aus welchen Gründen begibt sich ein Internetnutzer auf die Seite Pinterest? Nur wer das versteht, der kann die Aufmerksamkeit potentieller Kunden dann im nächsten Schritt auf das eigene Angebot lenken und Social Media gezielt für die eigenen Zwecke einsetzen. Pinterest ist legt den Fokus bei der eigenen Zielgruppe stark auf Frauen, die etwa 70% ausmachen und bei denen viele ein Alter von 20+ aufweisen. Auch die Silver Generation ist hier stark vertreten. Ob User nun auf der Suche nach einem leckeren Rezept für Apfelkuchen sind, wissen möchten, wie man die Wohnung am besten für Ostern dekorieren kann oder ein persönliches Geschenk für die beste Freundin suchen, bei Pinterest sind sie da genau an der richtigen Stelle. Hier findet sich die geballte Informationsflut für alle Kreativen, die gern einmal selbst Hand anlegen. Pinterest versorgt einen mit Inspiration, Anleitungen und hübschen Bildern.

Wir haben Ihnen das soziale Netzwerk Pinterest bereits in einem Beitrag genauer vorgestellt und Ihnen die Anwendung erklärt. Wirklicher Erfolg auf einem sozialen Netzwerk bedarf allerdings etwas mehr als nur Grundlagenwissen. In diesem Beitrag wollen wir daher etwas tiefer in die Materie eintauchen und Ihnen Schritt für Schritt erklären, wie es Ihnen in Zukunft möglich sein soll, dass meiste aus der Nutzung dieser Webseite herauszuholen. Seit 2010 gehört Pinterest zu den meistgenutzten sozialen Medien. Etabliert hat sich die Seite vor allem als Bildernetzwerk und heute nutzen weltweit rund 200 Millionen Nutzer die Plattform, 4 Millionen von diesen allein aus Deutschland.

Darum ist Pinterest so attraktiv

Laut Selbstdefinition will Pinterest vor allem Nutzern dabei helfen, Ideen zu entdecken und diese übersichtlich und an einem Ort zu sammeln, um sich diese zu merken. Die Ideen können dabei vielfältig sein, von Haushaltstipps und Rezepten, bis hin zu Anleitungen oder Kaufempfehlungen. Was gefällt, wird gepinnt und kann sich so gut gemerkt werden. Weitere Informationen erhält man bei Klick auf den Pin, der sofort auf die entsprechende Webseite weiterleitet, wo man sich dann informieren oder einkaufen kann. Das allerdings ist die Attraktivität, die Pinterest für die User hat. Für das Marketing noch einmal deutlich interessanter ist der Vorteil der Seite für Unternehmen und Marken. Andere soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram haben sich im Social Media Marketing längst etabliert. Das liegt vor allem daran, dass es hier besonders leicht ist, werbende Inhalte zu schalten und damit eine relativ hohe Reichweite zu erzielen. Allerdings werden solche Markeninhalte auch schnell negativ wahrgenommen und erscheinen dem Nutzer als störende Werbung, die vielleicht unpassend auffällt. Auf diesen Netzwerken wollen die User oftmals nichts von Marken wissen und lieber ihren Freunden oder Familienmitgliedern sowie Influencern folgen. Gesponserte Markeninhalte sorgen allenfalls für ein Augenrollen. Im Gegensatz zu Facebook, Instagram und Co. nimmt Pinterest allerdings eine ganz klare Sonderposition ein. Auch wenn das Bildnetzwerk unter die Kategorie der sozialen Netzwerke fällt, spielen hier die Vernetzung mit Freunden und der digitale Austausch eher eine untergeordnete Rolle. Es geht stattdessen primär darum, den eigenen Interessen nachzugehen und möglicherweise auf diesem Wege Gleichgesinnte zu finden, denen an ähnlichen Themen etwas gelegen ist. Schafft man es als Unternehmen mit eigenen Beiträgen und Inhalten in die Top Themen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man eine Vielzahl von Followern bekommt und im selben Schritt auch der Traffic der eigenen Seite einen Boost erfährt. Das Ziel als Marke sollte es auch auf Pinterest in erster Linie sein, die Inhalte für die Zielgruppe besonders gut erreichbar zu machen.

Marken auf Pinterest

Auch Umfragen bei den Nutzern von Pinterest zeigten hier klare Differenzen zu anderen Plattformen auf. Auf Pinterest folgen User eher einer Marke als einem Influencer. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Marken hier als ‚Creator‘ auftreten. Von diesen stammen die Inhalte, die entsprechend auch auf die informativen Seiten verlinken und zu hochwertigem Content führen. Hier folgt ein User eher einer Modemarke als dem Model, das sich häufig in der Kleidung präsentiert. Selbst in dem Fall, dass man als Marke nicht so recht weiß, ob man auf Pinterest richtig aufgehoben ist, weil man möglicherweise Produkte verkauft, die keine direkt weibliche Zielgruppe haben, gibt es Möglichkeiten. Bei Pinterest kommt es in erster Linie auf hochwertiges Bildmaterial an. Bevor man sich also auf Pinterest versucht, sollte dieses in die Wege geleitet werden. Engagieren Sie im Zweifelsfall einen Fotografen, der Ihr Produkt oder die von Ihnen angebotene Dienstleistung auf attraktive Weise ablichtet und in Szene setzt. Ist alles vorbereitet, kann es auch schon damit losgehen, unsere Pinterest-Tipps in die Tat umzusetzen.

Regelmäßig pinnen – Ausdauer beweisen

Kein soziales Netzwerk sollte einfach nebenbei geführt werden, das gilt auch für Pinterest. Jedes weitere Profil kostet Ressourcen. Man braucht ausreichend Zeit, um Bilder zu produzieren und dieses für das Netzwerk vorzubereiten und dort zu teilen. Es ist deshalb ratsam, regelmäßig zu pinnen. Idealerweise ist man täglich aktiv, um die eigene Vernetzung auszubauen und von der Funktionsweise der Seite zu profitieren. Es funktioniert dabei nachweislich besser, jeden Tag ein paar Pins zu pinnen, als einmal in der Woche eine ganze Menge. Wer regelmäßig aktiv ist, der wird von Pinterest gezielt gepusht.

Traffic generieren

Jedes Bild bei Pinterest kann mit einem Link hinterlegt werden. Für Marken bedeutet dies, dass man auf einfache Weise direkte Links auf den eigenen Shop, die Webseite oder spezifische Produkte schaffen kann. Dieses Potential sollte auf jeden Fall gezielt genutzt werden, um die eigene Zielgruppe so zu lenken, wie man es sich wünscht. Mit einem Klick zeigen Ihnen Ihre User, dass Sie sich für das Dargestellte (zum Beispiel ein Produkt oder eine Dienstleistung) interessieren und mehr wissen möchten. Führt der Link da nicht zum passenden Ziel oder, schlimmer noch, ins Leere, vergeudet man die eigenen Möglichkeiten. Der Linkaufbau lohnt sich übrigens gleich doppelt. Man erlangt nicht nur entsprechend Traffic, sondern schafft sich damit auch gleichzeitig positive SEO-Effekte, die durch jedes Social Signal (z.B. einen Klick oder einen Repin) weiter gestärkt werden.

Webseite optimieren – So legen Sie die Basis

Ein essentieller Punkt für die erfolgreiche Verwendung von Pinterest, ist das Legen einer entsprechenden Basis. Um den eigenen Pinterest Auftritt zu optimieren, muss vor allem das Ziel der eigenen Links höchste Qualität vorweisen. Dafür muss also auch die eigene Webseite gecheckt werden. Das Ziel eines jeden Links sollte eine hochwertige und professionelle Landingpage sein. Dazu gehört nicht nur die sinnvolle Platzierung des eigenen Logos. Man kann auch auf der eigenen Webseite ‚Merken‘-Button ergänzen, die es neuen Besuchern besonders einfach machen, gefundene Inhalte zu teilen. Auch die Textinhalte auf der eigenen Seite sollten stimmen, da diese im Zweifelsfall weiterverwendet und als Beschreibungstext bei Pinterest genutzt werden können. Im Allgemeinen gilt, dass die Webseite hochwertig und auf dem neuesten Stand sein sollte, damit diese dann im Nachgang auch bei Pinterest funktioniert und man das meiste aus der Plattform herausholt.

Rich Pins

Rich Pins verfügen im Gegensatz zu normalen Pins über sehr viele Informationen. Man bekommt als Ersteller die Möglichkeit, viele weitere Informationen über das Bild zur Verfügung zu stellen, die später als Details direkt beim Pin angezeigt werden können. Es gibt verschiedene Varianten dieser Rich Pins, mit denen man sich in jedem Fall in einem monotonen Feed gut abheben kann. Es existieren dabei Produkt Rich Pins, die Kunden die Preise sowie die Verfügbarkeit eines Produktes anzeigen. Es gibt Rezept Rich Pins, bei dem sich zu einem Rezept auch die Zutatenliste, die Zubereitungsdauer und die Portionszahl finden. Zu guter Letzt gibt es Artikel Rich Pins, die eine Überschrift einen Autor und eine kurze Beschreibung für einen Artikel beinhalten. Man sollte besondere Pins zwar nur in Maßen einsetzen, aber strategisch sinnvoll platziert, machen sich Rich Pins im Instagram Feed wirklich bezahlt.

Sich finden lassen

Aller Aufwand auf Pinterest lohnt sich nur dann wirklich, wenn die eigenen Inhalte auch irgendwann bei der Zielgruppe ankommen, man also von den Usern gefunden wird. Um das zu erzielen, geht es um mehr als nur hochwertige Bildinhalte. Auch die Bildunterschriften (die im Idealfall besonders aussagekräftig sind) sind essentiell, für die Auffindbarkeit von Ihrem Content. Verwenden Sie, wie Sie es beispielsweise aus der Suchmaschinenoptimierung (SEO) gewohnt sind, relevante und passende Keywords, damit der Inhalt bei zugehörigen Suchanfragen auch angezeigt wird. Um die richtigen Keywords zu finden, ist vor allem Empathie gefragt. Was ist für Ihre Zielgruppe wichtig? Welche Fragen könnten diese haben? Welche Interessen spielen eine übergeordnete Rolle? Mittels dieser Fragen können Sie nachvollziehen, welche Suchanfragen besonders wahrscheinlich sind und Ihre Inhalte genau dafür optimieren. Je spezifischer man dabei ist und je genauer die Verwendung von Keywords, desto wahrscheinlicher ist es, dass man einen besonders guten Platz im Feed bekommt. Seit längerem erlaubt Pinterest nun außerdem die Verwendung von Hashtags in den Beschreibungstexten, was eine weitere Möglichkeit ergänzt, um besser von der Zielgruppe gefunden zu werden. Allerdings sollte man hier auf keinen Fall Keywordspamming betreiben. Zwei bis drei passende Keywords als Hashtags sind absolut ausreichend. Auch kann es sich lohnen, alte Pins zu löschen und nochmal neu anzulegen, wobei man dieses Mal darauf achten sollte, Texte und Keywords entsprechend zu optimieren. Pinterest pusht neue Beiträge gezielt, sodass diese Möglichkeit der nachträglichen Optimierung alter Beiträge vorgezogen werden sollte.

Von langer Sichtbarkeit profitieren

Auf Pinterest sind Beiträge besonders lange sichtbar. Während bei Twitter beispielsweise nach circa einer halben Stunde die eigenen Beiträge praktisch im Feed verloren sind oder bei Facebook neue Beiträge nach zwei Stunden deutlich an Relevanz verlieren, so kann man bei Pinterest ohne weiteres mehrere Monate sichtbar sein. Und jeder weitere Repin von Ihrem Content kann diese Sichtbarkeit noch weiter erhöhen, denn es belegt dem Netzwerk die Relevanz des einzelnen Pins. Um hier noch mehr herauszuholen, kann man auf besonders beliebte Themen setzen, die zeitlich nicht eingeschränkt sind oder irgendwelchen Trends folgen. Gerade Beiträge zu Ostern oder Weihnachten, die in jedem Jahr wieder wichtig werden, bescheren Ihnen Pins, die auf lange Sicht gut funktionieren werden und sehr lange sichtbar bleiben.

Das Format – So fallen Sie auf

Bei Pinterest kommt es ganz klar auf die Bildgröße, also das Format der Grafiken an. Zwar gibt es hier horizontal eine Begrenzung, man kann Bilder aber vertikal verlängern und so zuschneiden, dass diese auf dem Dashboard der User für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Das maximale Format beträgt dabei 564 x 5000 px. Verfügt eine Grafik über dieses Format, ragt sie über andere Bildbeiträge hinaus und nimmt sogar so viel Platz ein, wie sonst nur zwei oder drei Pins übereinander. Man sollte diese Möglichkeit zwar nur in Maßen einsetzen, aber einzelne, besonders lange Pins, helfen Ihnen dabei, die Aufmerksamkeit für die eigenen Inhalte drastisch zu steigern und sich von der Konkurrenz sinnvoll abzuheben.

Den Erfolg messen – Langfristige Optimierung

Wie auch Facebook und andere Plattformen, bietet Pinterest ebenfalls eigene Analytics an, über die man den eigenen Erfolg verfolgen und dadurch besser nachvollziehen kann. Ein Blick in die Analytics kann dabei schon dabei helfen, zu sehen, wie sich eigene Pins entwickeln. Aber die App spuckt einem noch viele weitere Daten aus, die dabei helfen, besser zu verstehen, warum manche Dinge funktionieren, andere wiederum nicht. Vielfach geht es dabei um ein besseres Verständnis für die eigene Zielgruppe. Wer besser versteht, für den die Inhalte erschaffen werden, der kann mittels dieses Erkenntnisgewinns an einer Optimierung arbeiten. Inhalte können auf die Bedürfnisse der wichtigsten User zugeschnitten werden. Es geht am Ende eben nicht einfach nur darum, schöne Bilder zu teilen, sondern einen echten Mehrwert zu schaffen. Und dieser ist nur dann vorhanden, wenn die eigenen Pins der Zielgruppe gefallen und diese zu einer Interaktion animieren. Das kann ein einfacher Pin des Inhalts auf den eigenen Pinboards sein, aber auch ein Klick auf den Link und nicht zuletzt ein Kauf. Man möchte im Idealfall einem möglichen Kunden genau den Inhalt bieten, nach dem dieser gesucht hat. Damit erschafft man eine tolle Möglichkeit, um mehr Traffic zu bekommen und Reichweite für die eigene Produkte zu schaffen. Wichtig ist es nur, dass man bei all dem Social Media und Content Marketing im Hintergrund nicht vergessen darf, dass man hier eben keine Werbung betreibt. Das höchste Ziel sollte es immer noch sein, User langfristig an die Marke zu binden und eben nicht bloß kurzfristige Verkäufe zu erzielen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag weiterhelfen konnten und Sie die Möglichkeiten von Pinterest als soziales Netzwerk nun besser verstehen. Am Ende geht es eben nicht nur darum, zu wissen, wie ein Netzwerk in der Theorie funktioniert. Ein Profil nutzt Ihnen nur dann etwas, wenn Sie dieses geschickt einsetzen. Die geteilten Informationen helfen Ihnen hoffentlich dabei, das meiste aus Ihrer Pinterest-Nutzung herauszuholen. Sollten doch noch Fragen offen geblieben sein, erreichen Sie uns hier. Außerdem sind wir natürlich immer an einer Zusammenarbeit mit spannenden Marken interessiert und freuen uns auf Ihre Anfrage. Gemeinsam optimieren wir Ihre Onlinepräsenz und kreieren eine funktionale Marketing Strategie.

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