Im Zuge der seit 25.05.2018 geltenden DSGVO haben die gesetzlichen Änderungen in Bezug auf Datenschutz im Netz das Thema Sicherheit für viele wieder ins Gespräch gerufen. Was viel für selbstverständlich genommen wurde, musste von Grund auf neu gedacht werden. So wurde die SSL-Verschlüsselung jetzt zum Muss und auch andere Maßnahmen müssen von jedem Unternehmen, das mit Kundendaten hantiert, eingehalten werden. Aber selbst abseits der Rechtslage lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema. Sicherheit im Netz ist längst ein bewiesener Rankingfaktor bei allen großen Suchmaschinen, das ist seit Jahren bekannt. Folglich werden Webseiten mit einer SSL-Verschlüsslung in den Suchergebnissen vor qualitativ gleichwertigen Seiten ohne Verschlüsselung angezeigt. Wer den Fokus auf eine sicherheitstechnisch verbesserte Webseite setzt, gewinnt dadurch im Netz an Sichtbarkeit.

SSL-Zertifizierung wird auch zum indirekten Faktor

Neben der eindeutigen Abfrage von Google, bei der Webseiten mit SSL-Zertifizierung vorgezogen werden, gibt es auch einen indirekten SEO-Einfluss dieses Tools für mehr Sicherheit. Webseitenbetreiber haben längst den psychologischen Einfluss einer sicheren Seite für ihre Nutzer erkannt. So sorgt ein SSL-Zertifikat, sinnvoll platziert, für positive Nutzersignale. Die Verweildauer steigt und besonders im E-Commerce fühlen sich User eher dazu geneigt, auf einer bewiesenermaßen sicheren Seite einen Einkauf zu tätigen. Die Zahl für Kaufabbrüche aufgrund gefühlter Unsicherheit beim Nutzer lässt nach. All diese kleinen Handlungen vom Webseitenbesucher werden von Google getrackt. Ein zufriedener Kunde, der lange surft, in den Produkten stöbert und am Ende zum Kaufabschluss gelangt, sendet überaus positive Signale. Diese werden von den Suchmaschinen analysiert und beeinflussen schließlich radikal die Position einer Webseite in den Suchergebnissen. Natürlich ist es das Ziel von Seiten wie Google, dass der User am Ende eine zufriedenstellende Seite besucht, die seine Bedürfnisse erfüllt. Sicherheit ist für User im Internet längst zu einem Grundbedürfnis geworden, weshalb dieser Faktor unter keinen Umständen vernachlässigt werden sollte.

Steigende Relevanz für das Thema Sicherheit

Aktuell hat der Webseitenbetreiber nur selbst die Möglichkeit, deutlich zu machen, dass das Thema Sicherheit durchaus ernst genommen wird. Ein SSL-Zertifikat und die richtige Platzierung im Header oder Footer der Webseite macht dies überaus deutlich. In Zukunft ist allerdings offen, ob Google diese Einschätzung länger dem User selbst überlässt oder durch sichtbare Hinweise nachhilft. Viele Browser unterstützen diese Sichtbarkeit bereits in der Adressleiste, in der durch Symbole oder Farbigkeit sichtbar verdeutlicht wird, welche Seiten besonders gesichert und welche eher unsicher sind. Sollte Google dazu übergehen, ungesicherte Webseiten in den Suchergebnissen als solche zu kennzeichnen, werden die entsprechenden Webmaster extreme Traffic-Einbußen zu spüren bekommen. Gerade auf den obersten Plätzen im Ranking wird es nicht länger darum gehen, wer an der Spitze steht, sondern wer durch Google als sicher eingestuft wurde.

Vertrauensvorschuss und Datensicherheit

Onlinehändler und Webseitenbetreiber sollten aber nicht nur aufgrund der SEO-Vorteile auf Datensicherheit setzen. Hier zu sparen kann unternehmensschädigende Folgen haben. Eine SSL-zertifizierte Seite bewirkt schon rein technisch eine höhere Sicherheit. Als Konsequenz wird die Webseite weniger angreifbar. Hacker oder Cyberkriminelle haben es auf solchen Seiten deutlich schwerer und scheitern oft beim erhofften Datenklau. Mit dem richtigen Zertifikat sorgt man als Verantwortlicher dafür, dass die Daten nicht von Unbefugten gelesen, bearbeitet oder anderweitig verfügbar gemacht werden können. Ist das nämlich der Fall, leidet der Ruf des Unternehmens immens. Selbst Stammkunden werden es sich in Zukunft zweimal überlegen, ob Sie wieder bei einem Händler bestellen, der ihre Sicherheit nicht ernst nimmt. Es bleiben die Käufe aus und früher oder später kann die gesamte Unternehmung scheitern.

Warum haben Suchmaschinen also Interesse am Datenschutz?

Google geht es nicht per se um die Sicherheit der Nutzer. Stattdessen soll ein gutes Ergebnis präsentiert werden. Ein solches kann und darf allerdings nicht schädigend für den User sein, denn damit würde sich Google am Ende selbst ins eigene Fleisch schneiden. Aussortiert gehören daher alle Webseiten, die die Daten der User gefährden, z. B. durch unsicherere Verbindungen oder Betrügereien. Ebenfalls schwierig sind Webseiten, die gehackt worden sind, die Malware einschleusen oder schädliche Downloads anbieten. Gerade potenziell gefährliche Suchtreffer sollen auf diese Weise vermieden werden.

Sicherheit ist ein Rankingfaktor und sollte als solcher von allen Unternehmen, die ihre Sichtbarkeit im Netz erhöhen wollen, ernst genommen werden. Zwar kann auch ohne SSL-Verschlüsselung ein gutes Ranking erzielt werden, da bei der Suchmaschinenoptimierung viele Rankingfaktoren zusammenspielen, aber auch wenn der technische Aufwand für ein drastisches Sicherheitsupdate zunächst hoch erscheinen kann, ist eine langfristige Optimierung aus SEO-Sicht unabdingbar. Google wird Sicherheit als Rankingfaktor in absehbarer Zeit stärker gewichten.

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